Pressemitteilung zum Infostand des „Bündnisses gegen den Celler Trialog, Militarismus und Krieg“ am 14. März 2009

Im Rahmen des deutschlandweiten Antimilitaristischen Aktionstages haben wir, das „Bündnis gegen den Celler Trialog, Militarismus und Krieg“, einen erfolgreichen Infostand in der Celler Innenstadt organisiert, welcher die Bevölkerung über das Agieren der Commerzbank AG in Wirtschaft und Militär informieren sollte. Das „Bündnis gegen den Celler Trialog, Militarismus und Krieg“ setzt sich aus verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen zusammen, die zu verschiedenen politischen Schwerpunkten arbeiten und es sich zur Aufgabe gemacht haben, gemeinsam gegen Krieg und Militarismus mit dem speziellen Fokus „Celler Trialog“ zu arbeiten.

Das Motto der Commerzbank „Vertrauen und Partnerschaft“ gilt gerade in der Zeit von Kriegen und Krisen. Die Bank, welche das zweitgrößte Finanzinstitut Deutschlands ist, organisiert die Verzahnung von Politik, Wirtschaft und Militär und bemüht sich seit Jahren um einen engeren Schulterschluss zwischen diesen drei Instanzen.

Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank , Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken und Reserveoffizier der deutschen Armee, Klaus-Peter Müller, initiierte 2007 zusammen mit dem Bundesverteidigungsministerium ein Treffen von rund 100 hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Militär, den sogenannten „Celler Trialog“.
Ihr Ziel ist es das Ansehen der Armee und der Deutschen Kriegseinsätze in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Beim Celler Trialog 2008 formulierte Klaus-Peter Müller dies folgendermaßen: „Die Mannschaftsleistung der Bundeswehr verdient mehr Wertschätzung, mehr Unterstützung – ideell, aber auch materiell.“
Die Zusammenarbeit von Bundeswehr und deutschen Unternehmen soll zu Gunsten internationaler „Sicherheit und Stabilität“ und Wohlstand der westlich-kapitalistischen Staaten ausgebaut und etabliert werden. Deswegen findet seit 2007 dieses „Diskussionsforum für Außen- und Sicherheitspolitik“ jährlich in Celle statt. Der Celler Trialog wird sogar schon als nationales Pendant zur internationalen Sicherheitskonferenz (SiKo) in München gehandelt.

Doch was hat die Wirtschaft eigentlich mit der Bundeswehr zu tun?
Die Bundeswehr sichert der Wirtschaft den uneingeschränkten Zugriff auf knapper werdende Rohstoffvorkommen und die Freiheit der Handelswege. Die Folgen dieser Interventionen sind für zunehmende Teile der Welt Hunger, Elend, Unterdrückung und Flucht statt „Sicherheit“, „Stabilität“ oder gar „Wohlstand“. Migrationsströme werden als Bedrohung angesehen, die es durch brutale „Sicherheitsarchitektur“, z.B. an den europäischen Außengrenzen abzuwenden gilt.
Die Weltwirtschaftsordnung und die Machtrolle der westlich-kapitalistischen Staaten soll aufrecht erhalten werden – militärische Agitation, sprich Krieg, ist das Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen.

Es ist an der Zeit zu handeln – kreativ zu werden und dem Militarismus, den Kriegen und dem „Celler Trialog“ ein Ende zu bereiten!

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